„Goethe“ handelt fair

Gymnasium erhält offiziell das Fairtrade-Siegel

ivz-aktuell.de, 18. Oktober 2017, Holger Luck (Autor und Fotograf), ©ivz.medien GmbH & Co. KG, alle Rechte vorbehalten.

IBBENBÜREN Mit viel Einsatz hat die Fairtrade-AG „GOethe FAIR“ dem Goethe-Gymnasium jetzt die offizielle Anerkennung als Fairtrade-School gesichert. Die Verleihung des Siegels durch den Verein TransFair e. V. erfolgte am Mittwochvormittag in der Schulmensa.

IBBENBÜREN. Glückwünsche und Anerkennung kamen unter anderem von der Stadt als Schulträger, von Landrat Dr. Klaus Effing und natürlich von Schulleiter Andreas Tangen, der zu Recht stolz auf die Initiative seiner Schüler und Lehrer war. Zur Feier der Zertifizierung gab es ein großes Frühstück in der Mensa – mit fair gehandelten Produkten, versteht sich.

Das Goethe-Gymnasium ist nach der Gesamtschule die zweite Schule der Fairtrade-Stadt Ibbenbüren, die das Siegel führt. Bundesweit gehört die Schule jetzt zu mehr als 400, im Land Nordrhein-Westfalen zu rund 130 Bildungseinrichtungen, die fairen Handel auf den Lehrplan setzen und im Schulalltag realisieren.

Bemühungen um das Thema gibt es am Goethe-Gymnasium schon lange. Die AG wurde vor zwei Jahren gegründet, und seit einem Jahr hat sich das achtköpfige Schülerteam mit den Fachlehrern Christine Hankwitz, Michael Kosler, Sandra Sälker sowie Elternvertreterin Andrea Guhe daran gemacht, die Kriterien für das Fairtrade-Siegel zu erfüllen. Mit offensichtlichem Erfolg.

Vor allem galt es, fair gehandelte Produkte im Alltag der Schüler und Lehrer zu etablieren. Schoko-Riegel, Kakao und Säfte am Schulkiosk, Kaffee und Tee im Lehrerzimmer – inzwischen alles Fairtrade, genau wie die Bälle, die im Sportunterricht zum Einsatz kommen. Darüber hinaus musste der faire Handel aber auch als regelmäßiges Thema auf den Lehrplan. Eher eine Aufgabe für die Lehrer. „Mit Geografie, Sozialwissenschaften und Religion haben wir drei Fächer, die sich immer wieder und von Jahrgangsstufe zu Jahrgangsstufe intensiver mit dem Thema befassen“, so Michael Koslers Erfolgsmeldung in diesem Punkt. Ein weiteres Kriterium waren Aktionen, die Menschen auch außerhalb der Schule mit der Problematik vertraut machen. Hier gingen die Goethe-Aktivisten auf den Wochenmarkt, boten ein Fairtrade-Frühstück an und informierten über die Sache.

All das haben die Schüler binnen eines Jahres gestemmt. Den verdienten Lohn gab es Mittwoch in Gestalt einer schicken Urkunde aus den Händen von TransFair-Referent Simon Martin, der die Goethe-Schüler im Namen des Vereins aufrief, in ihrem Engagement nicht nachzulassen. Schließlich muss die Schule in zwei Jahren die Erfüllung der Kriterien erneut unter Beweis stellen, will sie das Siegel weiterführen. Da machen sich die Aktiven von „GOethe FAIR“ aber weinig Sorgen. Jede Menge Ideen schweben bereits in ihren Köpfen, wie fair gehandelte Schoko-Nikoläuse zur Adventszeit oder Rosen zum Valentinstag.

www.fairtrade-schools.de