Abteikirche des ehemaligen Klosters Gravenhorst

Stürmischer Applaus für Konzert des Goethe-Orchesters

Quelle: ivz-aktuell.de, 12. Juni 2017, Sunhild Salaschek (Autorin), ©ivz.medien GmbH & Co. KG , alle Rechte vorbehalten.

Hörstel Endlich wieder ein Konzert des Ibbenbürener Goethe-Orchesters in der Abteikirche des ehemaligen Klosters Gravenhorst – und was für ein Konzert! Der Andrang war riesig, denn schließlich füllt dieses Schulorchester meist viel größere Räume. Aber die intime Atmosphäre der Kirche ist bei Hörern wie Spielern besonders beliebt.

Das Orchester zauberte musikalische Klänge in die Abteikirche des ehemaligen Klosters Gravenhorst.
(Quelle: ivz-aktuell.de, 12. Juni 2017, Sunhild Salaschek (Fotografin), ©ivz.medien GmbH & Co. KG , alle Rechte vorbehalten)

So war die Freude groß, dass man im 30. Jahr seit der Gründung der Gravenhorster Konzerte, die alte Tradition, die unter anderem wegen Renovierungsarbeiten unterbrochen werden musste, mit dem 24. Konzert wieder aufnehmen konnte. Auch diesmal war es ein Genuss, die vielen jungen Menschen, die im Altarraum kaum Platz fanden, musizieren zu hören. Es war aber auch beeindruckend zu erleben, wie viel Spielfreude das Orchester – ausgehend vom Enthusiasmus seines Leiters Heiner Vornhusen – bei aller Konzentration verbreitete.

Knappe Erläuterungen Vornhusens zu Stücken trugen zur Einstimmung und zum besseren Verständnis der Musik bei. Nicht ohne Stolz wies er darauf hin, dass fast alle Instrumentalisten wirklich Schüler des Goethe-Gymnasiums sind. Nur auf „fremde“ Viola-Spielerinnen konnte das Orchester nicht verzichten. Sonst hatte Vornhusen das Programm so zusammengestellt, dass sich das Orchester in wechselnden Kombinationen mit Solisten aus den eigenen Reihen wohlfühlte und von der besten Seite zeigte.

Das gute Miteinander wurde gleich zu Beginn bei dem klangvoll gespielten Concerto grosso von Arcangelo Corelli (Op. 6,1) deutlich, das in wundervollem Wechsel von harmonischem Gesamtklang und zarten Soli (Kristin Otte und Celina Schmitz, Violine; sowie Anna-Lena Hädicke, Violoncello) musiziert wurde. Beim anschließenden Quartett von Gioacchino Rossini boten Lena Schmedt und Laura Rüther (Flöte), Sarah Jürgens (Klarinette) Jonas Przesang (Horn) und Alexandra Schmitz (Fagott) eine muntere Interpretation in Klangfarben.

Mit dem folgenden „Chanson de Nuit“ von Edward Elgar (Op. 15,1) präsentierte nun wieder das gesamte Orchester ein romantisches Stück voller Emotion. Die musikalische Naturschilderung vom Anfang der Dämmerung bis zum Wiederanbruch des Tages schien die Spieler besonders zu begeistern. Danach beeindruckte Marlene Repöhler mit kantablen und fröhlich-virtuosen Passagen aus dem D-Dur-Konzert für Kontrabass und Orchester von Antonio Capuzzi.

Das Konzert schloss mit zwei Sätzen aus dem Brandenburgischen Konzert Nr. 4 für Solo-Violine, zwei Alt-Blockflöten und Streichorchester. Die bewundernswerten Solisten Juan Pinedo Hermandez (Violine) aus Kolumbien – zurzeit Austauschschüler am Goethe-Gymnasium – sowie Schülerin Sophie Jörgens und ihre Freundin Marlene Hagen vom Kepler-Gymnasium (beide Alt-Blockflöte) bildeten ein zauberhaftes Miteinander mit dem Orchester.

Ein prachtvoller Abschluss – nicht nur für ein Schüler-Konzert. Die Emotionen wogten auch bei den Hörern hoch. Stürmischer Applaus! Was konnte da als Zugabe geeigneter sein als die Wiederholung von Elgars emotionsgeladenen Chanson?

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